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Infos zur Region Istrien

 

Kulturerbe - eine lebendige Schatzkammer

Siebentausend Jahre des historischen Erbes Istriens sind heute allgegenwärtig. Im Hinterland von Porec und Rovinj, aber auch anderswo, sind die Reste befestigter Bergsiedlungen, der Wohnstätten der Histrier deutlich sichtbar. Diese Ureinwohner Istriens haben der Halbinsel ihren Namen gegeben.

Die Römer besiegten die Histrier, herrschten sechs Jahrhunderte lang und hinterließen der Nachwelt wunderschöne Bauten, besonders in Pula, dem "Kleinen Rom": Amphitheater, Kleines Theater, Triumphbogen der Sergier, Doppeltor, Herkulestor, Augustus Tempel sowie einzigartige Mosaike. An die Byzantiner erinnert die aus dem 6. Jahrhundert stammende, wunderschöne Euphrasius Basilika in Porec. Sie wurde im Jahr 1997 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Aus venizianischen Zeiten stammen Bauten aus der Renaissance, aus der österreichisch-ungarischen Monarchie blieben neben eindrucksvollen Militärbefestigungen auch Grandhotels aus de Jahrhundertwende erhalten. Mehr als 500 Kirchen und Kirchlein, bebildert von sakralen Malern wie von volkstümlichen Meistern, stellen ein glänzendes, sakrales Erbe dar.

In den istrischen Höhlen wurden Lebensspuren von Urmenschen aus dem Paläolithikum entdeckt. Mehr als 400 Ruinen von Siedlungsanlagen zeugen von der hohen Besiedelungsdichte Istriens in der Bronze- und Eisenzeit. Die erste Urbanisierung ist das Verdienst der Römer: Faszinierende Denkmäler zeugen von dieser Zeit. Auch die Herrschaft Byzanz′ hat Istrien ihren kräftigen Stempel aufgedrückt: Die Euphrasius-Basilika ist eine der schönsten frühbyzantinischen Kirchen Europas. Das Innere Istriens ist reich an mittelalterlichen Städtchen und Festungen auf den Gipfeln der Hügel, und zahlreiche Kirchlein hüten mittelalterliche Fresken. Das Amphitheater in Pula, bzw. die Arena, wurde im 1. Jahrhundert, zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Vespasian, errichtet. Die Arena hat eine elliptische Form in einer Dimension von 132 x 105 m und eine Höhe von 32 m. Sie ist damit das größte antike Bauwerk in Istrien und eines der sechs größten römischen Amphitheater weltweit. Es diente vor allem zu Gladiatorenkämpfen und konnte etwa 20.000 Zuschauer aufnehmen. Heute ist die Arena für Touristen geöffnet. In ihren unterirdischen Räumen befindet sich die Ausstellung „Oliven- und Weinbau in der Antike in Istrien“ mit Geräten für die Herstellung von Öl und Wein und einer großen Zahl Amphoren. An warmen Sommerabenden wird die Arena zu einem idealen Ort für Pop-Rock-Konzerte, Opern, Ballette und das Filmfestival. Die Euphrasius-Basilika trägt ihren Namen nach dem Bischof von Poreč, der sie im 6. Jahrhundert errichten ließ. Obgleich auch die älteren Bodenmosaiken erhalten sind, sind doch die Mosaiken im Apsisbereich ihr wertvollster Teil. Der ganze Komplex (dreischiffige Kirche, Baptisterium, Atrium und ehemaliger Bischofspalast) wurde 1997 auf die UNESCO-Liste des geschützten Weltkulturerbes gesetzt. 

Dvigrad liegt auf einer Anhöhe innerhalb der Limska draga unweit von Kanfanar. Es ist die größte Burgruine. In der Nähe gab es ehemals zwei Kastelle (daher der Name Dvigrad (zwei Burgen)), aber es sind die Ruinen nur einer Burg erhalten geblieben. Dvigrad wurde im 17. Jahrhundert nach einer Pestepidemie verlassen. Heute ist es ein Kulturdenkmal, das sich über 16.000 Quadratmeter erstreckt. Nezakcij, die vier Kilometer von Pula entfernte antike Stadt war die Residenz der Histra, die 177 v. Chr. von den Römern besiegt wurden. Außer den vorgeschichtlichen Siedlungsresten sind hier auch römische Bauwerke zu erkennen sowie Grundrisse frühchristlicher Basiliken. Die Kirche St. Blasius / Sv. Blaž in Vodnjan ist die größte istrische Kirche. Ihr 60 Meter hoher Glockenturm ist der höchste Istriens. Bedeutend ist sie jedoch deshalb, weil sie die mumifizierten Körper von drei Heiligen und die mit 730 Kunstwerken und –Gegenständen reichste istrische Sammlung sakraler Kunst beherbergt.

In Istrien muss man auch die Aleja glagoljaša besucht haben. Sie besteht aus einer Reihe von Steindenkmälern entlang der Straße von Roč nach Hum zum Gedenken an die älteste slawische Schrift – die Glagoliza. Des Weiteren sind der antike Residenzkomplex in der Bucht Veriga auf Brijuni, der Triumphbogen der Sergier, der Augustus-Tempel, das Kleine römische Theater und das Kastell in Pula, die Kirche der Hl. Euphemia in Rovinj, das größte istrische Pauliner-Kloster und Sv. Petar u Šumi, die Fresken in den Kirchen Sv. Marija na Škriljinah in Beram und Sv. Jakov in Vižinada sowie die Kažune, kleine, meistens runde Feldschutzhütten aus Trockenmauerwerk, die gleichzeitig auch das bekannteste Symbol Istriens sind, sehenswert.

 

 

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