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Geschichte Dalmatien

Viele Siedlungen Dalmatiens haben sich in ähnlicher Weise entwickelt. Prähistorische Funde in Höhlen beweisen, dass das Gebiet vielerorts bereits in der Steinzeit bewohnt war. Später siedelten hier keltische , dann illyrische Stämme. Zuerst auf den vorgelagerten Inseln, dann auch an Plätzen der Küste entstanden Ansiedlungen von Griechen und Phöniziern. Den Römern gelang es nicht überall, sich sogleich festzusetzen, als sie ab 200 v. Chr. Versuchten, an der Küste Dalmatiens Fuß zu fassen. Mettelus, der 118 v. Chr. die Besitzergreifung systematisch vorantrieb, hatte schließlich Erfolg mit seinem Bemühen, ganz Dalmatien Rom zu unterwerfen. Er erhielt fortan den Beinamen Dalmaticus.

Unter Roms Herrschaft blühten viele Ansiedlungen auf und wurden zu ertragreichen Kolonien. Hier wurde damals noch Gold gewonnen, hier verluden römische Schiffe Pelze und Purpurgewebe für die Stadt, Marmor, Wein und Öl. Gleichzeitig erblühte die Kunst, herrschten Wohlstand und sattes Besitzbürgertum in den römischen Kolonien. Erste Krisen- und Verfallserscheinungen zeigten sich, als sich die Ostgoten und die Hunnen der Küste näherten. 395 n. Chr. wurde unter Theodosius das Römische Reich geteilt, Dalmatien kam zum Herrschaftsbereich von Byzanz. Die Slawen, die seit dem Ende des 5. Jh. über die Karpaten nach Süden vordrangen und 567 unter die Herrschaft der blutrünstigen Awaren gerieten, begannen in der Folgezeit, auch Dalmatien durch ihre Raubzüge zu verunsichern. 614 zerstörten sie die nördlich Split gelegene blühende Großstadt Salona, später wurden sie in den eroberten Gebieten ansässig. Damit leiteten sie die Slawisierung des Küstengebietes ein.

799 besiegte Karl der Große die Awaren, worauf Dalmatien unter fränkische Gewalt geriet. Dann aber gewannen Kroaten die Oberherrschaft. 997 gelang es der Republik Venedig, viele dalmatinische Küstenorte zu erobern. 1053 befreite der Kroate Peter Kresimir das Gebiet und nahm den Titel eines Königs von Dalmatien und Kroatien an.

Von nun an verlief die Geschichte der Küstenorte höchst wechselhaft: Einmal hatte Venedig die Oberhand, dann wieder regierten kroatische und kroatisch ungarische Könige, zeitweise auch lokale Fürsten. Manche reichen Städte behalten sich in diesem Machtkampf damit, dass sie an alle Seiten Tribute oder Bestechoungsgelder bezahlten. 1301 wendete sich das Blatt endgültig zugunsten von Venedig. Mit Ausnahme weniger Orte, darunter die autonome Republik Ragusa, unterstanden die Küstenorte seinem Machtbereich, während die vorrückenden Türken überall das Hinterland Dalmatiens besetzten.

Mit dem Ende der Republik Venedig 1797 fiel Dalmatien an Österreich. Im Frieden von Pressburg 1805 musste Österreich das Land an Napoleon I. abtreten, der es seinen Illyrischen Provinzen einverlebte. Dieses Zwischenspiel dauerte indessen nur bis 1815, als die Österreich wieder die Oberhoheit übernahmen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Dalmatien mit ausnehme von Zadar, das Italien zugesprochen wurde, an den Königreich Jugoslawien. Im Zweiten Weltkrieg waren einige Küstenstädte, die 1941 bis 43 zunächst von italienischen Verbänden, nach der Kapitulation Italiens dann von deutschen Truppen besetzt waren, heftig umkämpft. Bombardements richteten vor allem in Split, Sibenik und Zadar erhebliche Zerstörungen an. Mit dem Aus- und Weiterbau der Adria Magistrale wurde Dalmatien während der Nachkriegszeit schließlich zum bei ausländischen Urlaubern an der kroatischen Adria beliebtesten Feriengebiet.

Daß Dalmatien heute ein bevorzugtes Ferienziel ist, verdankt es seiner Landschaft, seinem sonnenreichen Klima, seinen kulturhistorischen Höhepunkten und nicht zuletzt der Toleranz und Gastfreundschaft seiner Bewohner. Zwar können hier Urlauber keine sanft ins Meer abfallenden Sandstrände erwarten, doch überzeugt die Sauberkeit des Meeres viele, dass hier noch eine unverdorbene Ferienwelt geboten wird. Trachten und Folklore werden von skeptischen Urlaubern als Show empfunden, doch überzeugt die herzliche Atmosphäre der farbigen Darbietungen davon, dass nicht immer nur der kommerzielle Hintergedanke das Motiv der Selbstdarstellung ist.